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Ein Paar enorm großer Fledermausohren, |
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Um das zu erfahren, müssen wir ein Stückchen in der Geschichte zurückreisen, den die Geschichte der Französischen Bulldogge, ist im Grunde genommen eine Geschichte der Menschheit
In East London und in Nottingham nahmen sich die Weber und Spitzenklöppler der Zucht der kleinen Bulldoggen an,
Es waren die Fleischhauer, die diese Hunde liebten und schätzen. Man sah sie zu dieser Zeit überall auf ihren Fleischerkarren tronen und in ihren Geschäften. Rückschlüsse auf das Einkreuzen der Terrier lassen sich an Hand der Fellfarben "black and tan" ziehen. Damals waren diese Farben noch sehr häufig und konnte nur durch das einkreuzen der Terrier entstanden sein. Das Terrierblut wurde ihnen vermutlich eingekreuzt, um ihnen Rattenfängerinstinkte zuzuführen, ebenso kann man auch weiter annehmen, dass von den Terriern die Lebhaftigkeit kommt, welche für die Französische Bulldogge so typisch ist. Auf den ersten Ausstellungen in Europa wurde auch eine Rattenfängerprüfung für diese Hunde durchgeführt. Es gab also neben einer Schönheitsschau, auch eine Arbeitsprüfung. Denn das waren sie vor allem - Arbeitstiere! In England wurde in der Mitte des 19. Jahrhunderts die Bulldoggenzucht professioneller betrieben, als in Frankreich. In Islington gab es im Jahr 1863 bereits 20-30 Meldungungen der Miniatur Bulldoggen. Diese wurden in zwei Klassen aufgeteilt. Einer über 10 kg und einer unter 10 kg. Den leichteren Schlag nannten die Engländer liebevoll "Toy Bulldog". (Ihre Blütezeit erlebte der Toy Bulldog zwischen 1860 und 1910. ) Es waren vor allem die englischen Ladys, die die kleinen Bulldoggen liebten und vergötterten. Auch im Ausland wurde der Toy Bulldog immer beliebter - insbesondere in Frankreich. Sie wurde überwiegend von Liebhabern und Züchtern aus Paris erworben, welche dann den Toy Bulldog mit ihren Terrier-Boules kreuzten. ![]() Toy Bulldog
Französische Bulldoggen mit Steh- (Terrier Boule?) und Schlappohren (Toy Bulldog?) ![]() Gemälde von Dean Wolstenholme im 19. Jahrhundert (ein Black and Tan Pied French Bulldog -> aufgrund der Einkreuzung verschiedener Terrierarten ist es sehr Wahrscheinlich, das Black and Tan eine der ersten Grundfarben der French bulldog war, jedoch aufgrund von Geschmäckern nicht in den FCI Standard aufgenommen wurde.) Erst um das Jahr 1880 gründete sich in Paris der erste "Bouledogue Club français". Erste richtige Schau-Hunde zu ziehen und sie zu registrieren begann man ab 1885. Durch Ausstellungen wurden diese Hunde in die Öffentlichkeit gebracht, wo sie die Gunst der oberen Klasse gewannen. So unter anderem auch die von Eduard VII von England. Georges Phelps, ein Amerikaner, war bei einem Aufenthalt in Frankreich im Jahr 1886 so sehr von diesen Hunden begeistert, dass er sich vornahm einige dieser Exenplare mit nach Amerika zu nehmen. Er holte sich Rat bei dem englischen Richter Mr. Krehl, welcher jedes Jahr in Paris richtete, sowie bei der Société Centrale Canine. Mit der Begeisterung des Anfängers begann er die Vorstädte von Paris nach Französischen Bulldoggen (welche zu dieser Zeit jedoch noch nicht offiziell so genannt wurden) zu durchsuchen. Es gelang ihm die Hunde Ninette und Rabot für 50 Dollar zu erwerben. Das waren beides Hunde mit besten Stehohren. Dies war jedoch noch die Zeit, in der englische Richter das Rosenohr bevorzugten. Diese Hunde wurden mangels eines separaten Standards auf Ausstellungen wie die Englische Bulldogge gerichtet. Das Stehohr galt in ihren Augen als unverzeihlicher Fehler. Es waren die Amerikaner, die dem aufrecht getragenen Ohr den Vorzug gaben und in Frankreich nach den besten Hunden mit aufrecht stehenden Ohren suchten. Schon im Jahre 1875 begannen einige Liebhaber aus bescheidenen Verhältnissen mit der Auswahl und der Kreuzung gedrungener Exemplare mit kurzer Schnauze.
Er wurde etwa 15 Jahre alt und zeugte eine Vielzahl von Nachkommen, unter anderen auch Rabot de Beaubourg,
einen der Träger der Rasse, Vater von Dick de la Mare II. ![]() Dick de la Mare II
Der Zeitraum der tatsächlichen Erschaffung des »Boule« liegt zwischen 1888 und 1896:
Prinz Felix Yusupov posierend für einen russischen Künstler, Valentin Serov (1865-1911). Mit dabei seine französische Bulldogge Gugusse, den er 1900 in Paris gekauft hatte. Felix erinnert sich liebevoll an seinen "anhänglichen und ihm ergebenen" hündischen Begleiter, in seinen Memoiren, Lost Splendour. Gugusse erreichte ein Alter von 18 Jahren! übrigens kann man das Bild im russischen Staats Museum in St. Petersburg bewundern. berümte Schriftsteller wie Colette mit ihrem Tobby chien und ihre anderen Bullis, die sie in ihrem Buch über Hunde beschrieb, Die französische Dichterin Colette besaß mehrere Hunde dieser Rasse und führte sie oft durch die Straßen von Paris.
Colette beschreibt 1932 in ihrem Buch "Gefängnis und Paradies" den Charakter einer Bulldoggenhündin wie folgt: "Wenn sie einen gewöhnlichen Hund trifft, denkt sie an nichts, denn sie beachtet andere Hunde erst gar nicht. Unter meinen vier Bulldogghündinnen gab es keine, die einem Basset, einem Windhund oder einem Schäferhund Bedeutung beimaß. Eine Art Erstarrung, besonders bei sexueller Erregung, suchte sie ab und zu heim, wenn ein heißblütiger Fremder mit wehendem Fell und einer langen, heraldischen Schnauze versuchte, sie in seine Gewalt zu bringen. Ich sah sie auf dem Boden liegen, Auge in Auge, aber sein Werben blieb vergeblich, denn sie wendete sich von dem Belagerer einfach ab. Die Bulldogge liebt nur eine einzige Rasse - die Eigene." Pierre Mac-Orlan der sagte, eine Bulldogge sei kein Hund sondern Jemand und später Jean Cocteau, ein wahrer Botschafter der Rasse. Wenige Maler stellten ihn so gut dar wie Toulouse-Lautrec.
Der rattenfangende Vorstadt Bengel war mit Hilfe halbmondäner Damen,
![]() Anna Sacher, Inhaberin des Cafe Sacher in Wien, zählte mit ihrem Zwinger "Dernier Crie" sicher zu den engagiertesten Züchtern ihrer Zeit Der heutige Standard datiert von 1931/32. 1948 und wiederum 1986 wurde er überarbeitet. 1987 erfolgte die Anerkennung durch die FCI.
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